Mittwoch, 26 Februar 2025 10:00

Hilfe im Notfall - Wenn das Zuhause plötzlich barrierefrei werden muss

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Entrümpelung Entrümpelung pixabay

Ein Sturz auf der Treppe, ein Schlaganfall, eine plötzliche Erkrankung – und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Was gestern noch selbstverständlich schien, wird zum Hindernis: Türschwellen, schmale Gänge, unzugängliche Badezimmer.

Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung sind mehr als 75 % aller Wohnungen in Deutschland nicht barrierefrei. Doch was tun, wenn der Umbau sofort notwendig wird? „Niemand plant so etwas im Voraus“, sagt ein Pflegeberater. Welche Maßnahmen helfen, um ein Zuhause in kürzester Zeit sicher und zugänglich zu gestalten?

Wohnräume anpassen - Was sofort verändert werden muss

Plötzliche Pflegebedürftigkeit oder körperliche Einschränkungen stellen Familien vor große Herausforderungen. Der Wohnraum, der vorher funktionierte, muss schnell an neue Bedürfnisse angepasst werden. Besonders problematisch sind enge Türen, Stufen oder fehlende Haltegriffe in Bad und Küche.

Eine der ersten Maßnahmen ist die Schaffung von Bewegungsfreiheit. Möbel, die den Weg versperren, sollten entfernt oder neu angeordnet werden. Oft ist auch eine Entrümpelung durch Profis notwendig, um Platz für Pflegebetten oder Gehhilfen zu schaffen. Teppiche, die zur Stolperfalle werden können, sollten weichen. In vielen Fällen helfen kleine Veränderungen bereits enorm: Haltegriffe an den richtigen Stellen, rutschfeste Bodenbeläge oder der Austausch von Türgriffen gegen leicht bedienbare Varianten. Doch nicht alle Anpassungen lassen sich improvisieren.

Technische Hilfsmittel - Welche Geräte den Alltag erleichtern

Moderne Technik kann eine entscheidende Rolle dabei spielen, den Alltag sicherer und komfortabler zu gestalten. Besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder gesundheitlichen Problemen gibt es eine Vielzahl an Lösungen, die mehr Unabhängigkeit ermöglichen.

Ein wichtiger Helfer sind elektrische Türöffner, die das mühsame Hantieren mit Schlüsseln überflüssig machen. Diese Systeme lassen sich per Knopfdruck oder sogar über eine Smartphone-App steuern. Ähnlich praktisch sind automatische Lichtsteuerungen, die sich an Bewegungen orientieren oder über Sprachbefehle aktiviert werden können. Das verhindert Unfälle in dunklen Räumen und erleichtert die Orientierung – besonders nachts.

Hilfsmittel für mehr Beweglichkeit

Neben smarten Steuerungen sind mechanische Hilfsmittel essenziell für den Alltag. Höhenverstellbare Betten erleichtern nicht nur das Aufstehen, sondern helfen auch Pflegekräften, ergonomisch zu arbeiten. Wer Schwierigkeiten beim Treppensteigen hat, kann auf mobile Liftsysteme zurückgreifen. Diese sind oft flexibel einsetzbar und eignen sich besonders für Mietwohnungen, da sie ohne bauliche Veränderungen genutzt werden können.

Ein weiteres zentrales Hilfsmittel ist das Hausnotrufsystem. Mit einem einfachen Knopfdruck kann im Notfall sofort Hilfe gerufen werden – sei es durch Angehörige oder eine Notrufzentrale. Viele dieser Systeme sind mittlerweile mit Sturzerkennung ausgestattet, sodass sie selbstständig Alarm schlagen, wenn eine Person sich nicht mehr bewegt.

Finanzielle Unterstützung - Welche Kosten übernommen werden

Barrierefreies Wohnen kann teuer werden. Ein treppenloser Zugang, breitere Türen oder eine bodengleiche Dusche sind keine Kleinigkeiten. Die gute Nachricht: In vielen Fällen gibt es finanzielle Hilfen. Die Pflegekasse übernimmt Zuschüsse von bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme, wenn eine Pflegestufe vorliegt. Auch die KfW-Bank bietet Förderprogramme für altersgerechtes Umbauen.

Wichtig ist es, frühzeitig Anträge zu stellen. Viele Umbauprojekte benötigen Genehmigungen, insbesondere wenn es um den Eingriff in die Bausubstanz geht. Doch nicht jede Maßnahme erfordert eine vollständige Renovierung. Mobile Treppenlifte oder nachrüstbare Türverbreiterungen sind oft günstige Alternativen.

Kostenübernahme beantragen, aber richtig

Der Weg zur finanziellen Unterstützung kann komplex sein, doch wer die richtigen Schritte kennt, spart Zeit und vermeidet Verzögerungen. Der erste Schritt ist die Kontaktaufnahme mit der Pflegekasse, wenn eine anerkannte Pflegestufe vorliegt. Hier sollte frühzeitig ein Antrag auf Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen gestellt werden. Wichtig ist eine detaillierte Begründung, warum der Umbau notwendig ist, um die Pflege oder den Alltag zu erleichtern.

Vor der Antragstellung sollte ein Kostenvoranschlag eingeholt werden. Die Pflegekasse verlangt in der Regel eine genaue Auflistung der geplanten Maßnahmen sowie eine Einschätzung der Kosten durch ein Fachunternehmen. Ein formloses Schreiben allein reicht nicht aus – eine nachvollziehbare Begründung, oft ergänzt durch eine Empfehlung des behandelnden Arztes oder Pflegedienstes, erhöht die Erfolgschancen erheblich.

Parallel lohnt sich die Prüfung weiterer Fördermöglichkeiten. Die KfW-Bank bietet zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für altersgerechtes Umbauen. Hier ist der Antrag vor Beginn der Maßnahmen zu stellen, da nachträgliche Anfragen meist abgelehnt werden. Auch Länder und Kommunen haben teils eigene Programme zur Unterstützung barrierefreier Umbaumaßnahmen. Ein Anruf bei der örtlichen Wohnberatungsstelle oder eine Recherche auf den Seiten der Verbraucherzentralen kann lohnenswert sein.

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